Flyer »Europäisches Geschichtsbewusstsein«

Der Flyer »Europäisches Geschichtsbewusstsein« der Kontaktstelle EfBB enthält neben Informationen über den gleichnamigen Förderbereich 1 auch Kurzbeispiele von Geschichtsprojekten, die im Jahr 2014 für eine Förderung ausgewählt wurden.

Den Flyer können Sie kostenfrei bei der KS EfBB bestellen.

Der Flyer als pdf-Download (1,26 MB)


Broschüre: »Aktive europäische Erinnerung« in Deutschland

Beispiele von Projekten, die sich thematisch mit der Zeit des Nationalsozialismus und Stalinismus befassen und im Rahmen von Aktion 4 »Aktive europäische Erinnerung « des Vorgängerprogramms (2007-2013) in den Jahren 2005 bis 2011 von der EU gefördert wurden, finden Sie auch in der Broschüre» ›Aktive europäische Erinnerung‹ in Deutschland«.

Die Broschüre können Sie kostenfrei bei der KS EfBB bestellen.

Die Broschüre als pdf-Download (2,01 MB)


Suche von Geschichtsprojekten über Plattform

Geförderte Projekte im Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« können auf einer von der Europäischen Kommission entworfenen Plattform gesucht und eingesehen werden. Die Resultate können per Stichwort, Land, Aktion, Förderjahr oder Organisationstyp gefiltert werden.

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Förderbereich 1 »Europäisches Geschichtsbewusstsein«

Beispiele von Projekten, die aus dem Förderbereich 1 »Europäisches Geschichtsbewusstsein« gefördert wurden, können Sie sich hier ansehen:

»Sound in the silence«

© Marcin Oliva Soto

Im September 2015 trafen sich 30 Jugendliche aus Hamburg, Legnica (PL) und Budapest (HU) im Rahmen des Erinnerungs- und Verständigungsprojekts »Sound in the Silence« in Danzig. Unter der Koordination des »European Network of Remembrance and Solidarity« (ENRS), das dem nationalen Zentrum für Kultur (PL) angegliedert ist, sollten junge Menschen durch neue Formen der Erinnerungsarbeit einen individuellen und empathischen Zugang zu historischen Ereignissen erhalten. Die jugendlichen Teilnehmenden beschäftigten sich in Workshops für Tanz, Theater, Singer-Songwriter, Musik-Percussion und Creative Writing mit der Geschichte der Grenzgebiete zwischen Deutschland und Polen. Der thematische Fokus lag dabei insbesondere auf dem Zweiten Weltkrieg als tragischem und gewalttätigen Moment der Weltgeschichte und der Solidarnosc-Bewegung in Polen. Ausgehend von einer Streikbewegung 1980 wirkte die freie Gewerkschaft Solidarnosc entscheidend an den Aufbrüchen in Osteuropa und dem damit verbundenen politischen Wandel in Europa mit. An verschiedenen Gedenkstätten wurden die Jugendlichen mit diesen Momenten der europäischen Geschichte konfrontiert und entwickelten aus ihren Eindrücken Lieder, Filme und Theaterstücke, die sie am Ende der Projektwoche einem Publikum von 80 Menschen aus den vier beteiligten Ländern vorführten. Während des Treffens entstand außerdem eine Dokumentation, die im Sommer 2016 als Film in deutscher und englischer Sprache erscheinen wird.
Das Hamburger Stadtteil- und Kulturzentrum MOTTE e.V. ist Partner in dem Projekt. Mit drei Vorgänger-Projekten hatte die MOTTE 2011 und 2013 diese Form der Erinnerungsarbeit bereits erprobt und brachte ihre Erfahrungen in das EU-Projekt ein, das im Rahmen von »Europa für Bürgerinnen und Bürger« mit 40.000 Euro gefördert wurde.

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»ST (NS)A SI«

Für das vom Jenaer Verein Recht in Europa e.V. gemeinsam mit vier Partnern aus Bulgarien, Deutschland, Rumänien und Slowenien eingereichte Geschichtsprojekt »ST (NS)A SI – Persönlichkeitsrechte schützen – Menschenwürde vor und nach dem Mauerfall« wurde eine EU-Förderung in Höhe von 87.500 Euro bewilligt. Der 25. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer war der Ausgangspunkt, um die Praxis der Überwachung durch die Stasi in der DDR-Diktatur im gesamteuropäischen Kontext zu diskutieren und eine Verbindungslinie zum aktuellen NSA-Skandal herzustellen. Mit diesem historischen Brückenschlag möchten die Veranstalter für die Bedrohungen der europäischen Grund- und Menschenrechte durch die aktuelle Praxis der Datenspeicherung sensibilisieren. Dazu finden zwischen Dezember 2014 und Januar 2016 zahlreiche Aktivitäten in Jena, Lüneburg, Maribor (SI), Pleven (BG) und Timisoara (RO) statt: Jugendliche interviewen Stasi-Opfer und eine Schultheatergruppe erarbeitet das Theaterstück »Ausgespäht«. Bei Podiumsdiskussionen debattieren Politiker/innen, Expert/innen und Bürger/innen über die Bedeutung von Persönlichkeitsrechten und Menschenwürde in Europa. Die Veranstalter rechnen mit rund 1.600 Teilnehmenden.

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»Bridging Generations«

Wie kann man die kollektive Erinnerung für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft in Europa nutzen? Dies war die Ausgangsfrage für das Geschichtsprojekt »Bridging Generations«, das im Oktober 2014 startete und von der Europäischen Kommission mit 97.750 Euro unterstützt wird. Unter der Koordination des Vereins Jugend- und Kulturprojekt e.V. aus Dresden sind an dem Projekt die Landeshauptstadt Dresden, die Stadtverwaltung Kistarcsa (HU), das Kulturzentrum der Gemeinde Olesnica (PL), die Nichtregierungsorganisation YouNet (IT), die Aristotelis-Universität Thessaloniki (GR) sowie Addart Thessaloniki (GR) beteiligt. Das Projektkonsortium möchte den Austausch zwischen jungen und älteren Menschen über den Zweiten Weltkrieg fördern und so der jungen Generation den Zugang zu Wissen über totalitäre Strukturen eröffnen. Neben Studenten der Fächer Soziologie, Cinematografie, bildende Kunst, Journalismus und Geschichte sowie Senioren aus Ländern, die totalitäre Regime und Besetzung erlebt haben, sind Wissenschaftler/innen und Journalist/innen beteiligt. In mehreren Veranstaltungen, darunter Konferenzen, Forschungstreffen und Studienbesuche in Dresden, Breslau und Thessaloniki, befassen sie sich, ausgehend von den Erfahrungen der Älteren mit dem Zweiten Weltkrieg, mit Vertreibung und Migration. Neben Gesprächen, Diskussionsrunden und Zeitzeugeninterviews findet auch eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sowie mit aktuellen Formen der Gedenkkultur statt. Die Ergebnisse werden in Form einer Ausstellung und einer Performance der Öffentlichkeit präsentiert. 

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»Erinnern für die Zukunft«

© Stiftung »Erinnern ermöglichen«

Mit dem Ziel jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich intensiv und unmittelbar mit der Geschichte Europas während des nationalsozialistischen Regime auseinander zu setzen und deren Bewusstsein für das Friedensprojekt »Europäische Union« sowie dessen Bedeutung für das Leben im heutigen Europa zu stärken, führt die deutsche Stiftung »Erinnern ermöglichen« von 2014 bis 2016 sieben Schülerfahrten nach Auschwitz durch. Hierbei arbeitet sie mit vier weiteren Einrichtungen und Organisationen aus Deutschland und Polen zusammen. Die je 25 Jugendlichen besuchen u.a. die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz sowie das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und führen Zeitzeugengespräche. Zum Abschluss der Reise gestalten die Teilnehmenden einen feierlichen Abschied von Auschwitz: An der »Judenrampe« in der Nähe von Birkenau, dem Ort, an dem die KZ-Häftlinge in Eisenbahnwaggons ankamen und selektiert wurden, lesen sie kurze Texte über Auschwitz, stecken Botschaften an den Waggon, der heute noch auf dem Bahngleis steht und gedenken den Ermordeten. Die Schüler/innen dokumentieren das Erlebte in Form von Texten, Fotos und Videos. Die Dokumentationen der Zeitzeugenberichte durch die Teilnehmer/innen werden in Unterrichtsmaterialien einfließen, die im Rahmen des Projekts erstellt und auf der Internetseite der Stiftung zugänglich gemacht werden. Die EU-Kommission unterstützt das Erinnerungsprojekt mit rund 97.500 Euro.

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Archiv:
Weitere Beispiele von Projekten, die im Rahmen der Aktion 4 »Aktive europäische Erinnerung« des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger« (2007-2013) gefördert wurden, finden Sie hier.