Flyer »Zivilgesellschaftliche Projekte«

Der Flyer »Zivilgesellschaftliche Projekte« der KS EfBB enthält neben Informationen über Förderbereich 2.3 zwei Beispiele von bewilligten Projekten, die zwischen 2015 und 2017 durchgeführt werden.

Den Flyer können Sie kostenfrei bei der KS EfBB bestellen.

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Flyer »Kommunale Partnerschafts-arbeit«

Der Flyer »Kommunale Partnerschafts-arbeit« der KS EfBB enthält neben Informationen über Förerbereich 2.1 und 2.2 auch Kurzbeispiele durchgeführter Bürgerbegegnungen und Vernetzungsprojekte, die im Jahr 2014 bewilligt wurden.

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Broschüre »Aktive Zivilgesellschaft in Europa«

Beispiele von internationalen Projekten, die Vereine, Verbände, Stiftungen und andere Organisationen in Deutschland mit ihren europäischen Partner in den Jahren 2007 bis 2010 durchgeführt haben und im Rahmen der Aktion 2, Maßnahme 3 »Aktive Zivilgesellschaft in Europa« von der EU gefördert wurden, finden Sie auch in der Broschüre » ›Aktive europäischeZivilgesellschaft‹ in Deutschland«.

Die Broschüre können Sie kostenfrei bei der KS EfBB bestellen.

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Broschüre »Aktive Bürgerinnen und Bürger für Europa«

Die Broschüre »Aktive Bürgerinnen und Bürger für Europa« präsentiert neben den Entwicklungen und Potenzialen kommunaler Partnerschaften in Deutschland zahlreiche Partnerschaftsprojekte von deutschen Städten und Gemeinden, die zwischen 2010 und 2014 mithilfe einer Förderung durch die EU durchgeführt wurden.

Die Broschüre können Sie kostenfrei bei der KS EfBB bestellen.

Broschüre als pdf-Download (2.14 MB)


Projektsuche über Plattform

Geförderte Projekte im Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« können auf einer von der Europäischen Kommission entworfenen Plattform gesucht und eingesehen werden. Die Resultate können per Stichwort, Land, Aktion, Förderjahr oder Organisationstyp gefiltert werden.

Weitere Informationen

Förderbereich 2 »Demokratie und Partizipation«

Hier finden Sie einige ausgewählte Beispiele geförderter Projekte aus den verschiedenen Maßnahmen des Förderbereichs 2 »Demokratie und Partizipation«.

2.1 - Bürgerbegegnungen

2.2 - Vernetzung von Partnerstädten

2.3 - Projekte der Zivilgesellschaft

2.1 - Bürgerbegegnungen

»Europatag in Niedenstein – Europäische Migrationspolitik im Fokus«

© Partnerschaftsverein Niedenstein

Das Ringen um den richtigen Umgang mit Migration beschäftigt nicht nur die Politik, sondern auch die Kommunen, die Geflüchtete aufnehmen. Flucht, Toleranz und Integration stehen deshalb im Mittelpunkt der viertägigen Bürgerbegegnung, die der Partnerschaftsverein Niedenstein mit dem Comité de Jumelage der Partnergemeinde St. Germer de Fly (FR) Anfang Mai 2016 in Niedenstein (Hessen) durchführt. Rund 360 Personen, darunter 60 Gäste aus Frankreich sowie in Niedenstein lebende Flüchtlinge, nehmen an dem Treffen teil, das von der EU mit 10.000 Euro gefördert wird. Als Einstieg wird der Spielfilm »Heute bin ich Samba« gezeigt, der die Situation illegal Immigrierter in Frankreich thematisiert. Vertreter der Gemeinden berichten über die Flüchtlingssituation in ihren Kommunen, danach diskutieren die Teilnehmer/innen die vorgestellten Herangehensweisen. Eine Exkursion ins Museum Friedland verdeutlicht am Beispiel des dortigen Grenzdurchgangslagers, welche wichtige Rolle Migration in der deutschen und europäischen Geschichte hat. Sportlicher Höhepunkt des Treffens ist das Boule-Turnier: Jung und Alt, Einheimische, französische Gäste und Flüchtlinge treten in gemischten Teams gegeneinander an und überwinden so sprachliche und soziale Barrieren. Das Turnier soll regelmäßig wiederholt werden, um Verständnis und Integration zu fördern. Politische Komponente des Abends ist eine Diskussionsrunde mit Martina Werner (MdEP) zur »Europäischen Agenda für Migration«. Die Begegnung endet am 8. Mai mit dem Gedenken an den 71. Jahrestag der Befreiung Europas von der Nazi-Diktatur. Eine Feedbackrunde bietet Raum für Reflektion, bevor die französischen Gäste verabschiedet werden.

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»Europäisches Jugendparlament in Nettetal«

© Stadt Nettetal

Die deutsche Einheit und die europäische Einigung waren Thema der Bürgerbegegnung, die rund um den 3. Oktober 2015 in Nettetal (NRW) stattfand und von der EU mit 14.500 Euro gefördert wurde. Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren aus den Partnerstädten Caudebec-en-Caux (FR), Elk (PL), Rochlitz (Sachsen) sowie der Nachbargemeinde Venlo (NL) kamen für fünf Tage mit Nettetaler Schüler/innen zusammen. Das CIVIC-Institut für internationale Bildung unterstützte die Gemeinden bei der Umsetzung. Im Planspiel »Fokus Balkan« stellten die insgesamt 67 jungen Teilnehmer/innen Beitrittsverhandlungen mit Mazedonien, der Türkei und weiteren Kandidaten nach und lernten die komplexen Entscheidungsprozesse in der EU kennen. Mit Jens Geier, Mitglied des Europäischen Parlaments (EP), sprachen sie über Flüchtlingspolitik, Bankenrettung und seine Abgeordnetentätigkeit. Ein Höhepunkt der Begegnung war die Exkursion zum EP in Brüssel: Im Plenarsaal und im 360°-Kino des Besucherzentrums informierten sich die Jugendlichen multimedial über die Aufgaben der EU-Institution. Passend zum Tag der Deutschen Einheit standen am 3. Oktober politisch-historische Workshops auf dem Programm. Die Schüler/innen gestalteten Collagen, studierten ein Theaterstück ein und befragten Passanten zu aktuellen Themen. Andere erforschten die europäische Vergangenheit in Zeitzeugeninterviews oder entwickelten Ideen, wie die EU in 25 Jahren aussehen könnte. Ihre Werke präsentierten sie vor 200 Besuchern. Das Fazit der jungen Europäer/innen: Die Begegnung habe ihnen »richtig viel gebracht« und die EU greifbarer werden lassen.

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»Smart Cities«

Klimaschutz und Energiewende waren Thema einer dreitägigen Bürgerbegegnung im rhein-land-pfälzischen Frankenthal im September 2015. Unter dem Motto »Smart Cities – European Twin Towns for Climate Change Mitigation« trafen sich insgesamt 600 Bürger/innen, darunter insgesamt 35 Personen aus den fünf Partnerstädten Strausberg (DE), Hamont-Achel (BE), Southend-on-Sea (GB), Sopot und Dobna (PL). Das Ziel der Bürgerbegegnung bestand darin, den Austausch über klima- und energiepolitische Themen zwischen den beteiligten Kommunen zu vertiefen, Know-how weiterzugeben und neue gemeinsame Initiativen zu entwickeln.
Im Mittelpunkt der mit 5.000 Euro durch die EU geförderten Begegnung stand eine Klimakonferenz, an der Fachleute aus Politik und Verwaltung aller Partnerstädte sowie Beratungseinrichtungen mit Fokus auf Klima und Energie teilnahmen. Sie stellten ihre lokalen Klimaschutzprojekte vor und erläuterten Nachhaltigkeitsstrategien sowie kommunales Mobilitätsmanagement. Bei einer Techniktour in Frankenthal wurden klimafreundliche Projekte vorgestellt, wie die KiTa im Passivhaus und die Mehrzweckhalle mit Photovoltaikanlage.
Beim Klimaschutztag versammelten sich die Partnerstädte gemeinsam mit Ausstellern aus der Region auf dem städtischen Marktplatz, um die Menschen vor Ort für den Klimaschutz zu sensibilisieren und ihnen die vielfältigen Klimaschutzprojekte vorzustellen.
Ein Fazit der Organisatoren lautete, dass die Bekämpfung des Klimawandels nur durch verstärkte europäische Kooperation zu bewältigen sei. Im Hinblick darauf haben der intensive Erfahrungsaustausch und die Vernetzung von Verwaltung, Politik, Handel, Handwerk und Bürgerschaft während dieses Treffens eine gute Grundlage geschaffen.

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»Offene Grenzen. Deutsch-französisches Künstlerprojekt 2014«

© Jutta Stalfort

Unter dem Titel »Offene Grenzen. Deutsch-französisches Künstlerprojekt 2014« fand im Herbst 2014 eine Bürgerbegegnung unter Koordinierung des Partnerschaftsvereins Bersenbrück-Tinténiac e.V. in Bersenbrück statt. Darüber hinaus wirkten kulturelle Akteure an dem Projekt mit, unter anderem das Kulturzentrum »Krabat« der Samtgemeinde Bersenbrück und der bretonische Verein »L’Art aux champs«.
Das deutsch-französische Künstlerprojekt war eingebettet in eine Bürgerbegegnung, die sich dem 25. Jahrestag des innerdeutschen Mauerfalls widmete und an der insgesamt 332 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Im Mittelpunkt stand die künstlerische Aufarbeitung dieses historischen Ereignisses. Zum einen schufen die Künstlerinnen und Künstler aus beiden Ländern gemeinsame Kunstwerke zur Thematik. Zum anderen arbeiteten sie mit Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen der Region, der Kunstschule sowie der Volkshochschule in kunstpädagogischen Workshops. Die Werke aller Beteiligten wurden in der abschließenden Ausstellung präsentiert. Das mit 5.000 Euro von der EU bezuschusste Projekt förderte durch die Kommunikation über Kunst den Dialog über Kultur, Identität und Geschichte der Partnerländer und involvierte dabei Menschen aller Altersstufen und mit sehr unterschiedlichen sozialen Hintergründen.

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»L’Europe sans barrières – jeux sans frontièrs«

© Partnerschaftsverein Gomadingen

Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa stellt eine große Herausforderung für die Europäische Union dar und bot Anlass für eine viertägige Bürgerbegegnung der Partnergemeinden Gomadingen (DE), Waimes (BE) und Buis les Baronnies (FR). Unter dem Motto »L‘ Europe sans barrières – jeux sans frontièrs. Berufliche Chancen für Jugend im Rahmen der Städtepartnerschaften« trafen sich 65 deutsche, 68 französische sowie 140 belgische Teilnehmer/innen im Oktober 2014 in Waimes, um sich bei einer ausbildungspolitischen Konferenz über die aktuelle Ausbildungssituation von Jugendlichen in den drei Gemeinden auszutauschen und konkrete Möglichkeiten für eine Verbesserung der Lehrstellensituation zu schaffen: Während in Gomadingen viele Ausbildungsplätze nicht besetzt werden können, finden in Buis les Baronnies und Waimes dagegen viele junge Menschen keine Lehrstelle. Ziel war es, die teilnehmenden Bürger/innen für die individuellen Vorteile der Freizügigkeit in Europa zu sensibilisieren und die Mobilitätsbereitschaft v.a. bei arbeitslosen Jugendlichen zu fördern. Die Konferenz bot u.a. die Möglichkeit, sich über verschiedene Ausbildungssysteme in Belgien, Deutschland und Frankreich und Fördermöglichkeiten der EU für Auslandaufenthalte zu informieren. Parallel zur Konferenz fanden die Spiele ohne Grenzen statt. Bereits zum dritten Mal seit 2012 beteiligten sich Mannschaften der drei Gemeinden an den Wettkämpfen, die u.a. Wissensspiele über Europa beinhalteten. Die EU unterstützte die Bürgerbegegnung mit 20.000 Euro.

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Europäisches Jugendsportforum »EUYOUPA«

© Bundesstadt Bonn, Referat Stadtförderung

170 Jugendliche und deren Begleiter/innen aus vier Nationen erlebten im September 2014 beim europäische Jugendsportforum der Bad Godesberger Partnerstädte eine Bürgerbegegnung der besonderen Art: Sie verband Sport mit Information und Diskussion. Die Stadt Bonn, die Stadt Kortrijk (BE), das Partnerschaftskomitee des Bezirks Windsor and Maidenhead (GB) und die Vereinigung zur Entwicklung des internationalen Austausch Saint-Cloud (FR) organisierten das viertägige Forum, das die EU mit 16.500 Euro unterstützte. Auch eine Delegation der Bonner Partnerstadt Berlin-Steglitz (DE) nahm teil. Den Auftakt bildete eine festliche Abendveranstaltung unter dem Motto »Europäische Integration durch Sport« mit Vertreter/innen aus Politik, Gesellschaft und Kultur. Der Bonner Oberbürgermeister referierte über die Bedeutung der Städtepartnerschaften für die europäische Verständigung und der Leiter des Stadtsportbundes in Bonn hielt einen Vortrag über die Rolle des Sports als integratives Element in Europa. Bei der feierlichen Eröffnung am zweiten Tag, zu der auch interessierte Bürger/innen eingeladen worden waren, präsentierten sich die Jugendlichen in ihren Mannschaften mit den Flaggen ihrer Heimatstadt und kämpften anschließend in den ersten sportlichen Wettkämpfen um Punkte. Eine Stadtrundfahrt »Auf Europas Spuren« durch Bonn, bei der der Leiter der Bonner Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland den Jugendlichen die Entstehungsgeschichte der EU und die europäische Zusammenarbeit erläuterte sowie das »Europa-Forum«, bei dem die Jugendlichen mit Europa-, Bundestags- und Landtagsabgeordneten über die Auswirkung von Europapolitik auf den einzelnen Bürger sowie Möglichkeiten der Partizipation diskutierten, bildeten weitere Höhepunkte der Begegnung. 

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»Die EU als Friendensprojekt«

Im Jahr 2014 jährten sich zahlreiche historische Momente, die die Europäische Union in ihrer heutigen Gestalt geprägt haben: der Beginn des Ersten Weltkrieges 1914, der Fall der Berliner Mauer 1989 und das daraus resultierende Ende des Kalten Krieges. Und: Die kleine hessische Stadt Braunfels kann auf 50 Jahre Verschwisterung mit ihrer englischen Partnerstadt Newbury zurückschauen. Aus diesem Anlass lud sie im Juli 2014 alle Partnerstädte ein, gemeinsam sowohl dieses Jubiläum zu feiern als auch die geschichtlichen Ereignisse für eine Reflexion über Europa zu nutzen. Auf Einladung des Partnerschaftsrings Braunfels e.V. kamen über 120 Gäste aus Newbury (GB), Bagnols (FR), Eeklo (BE), Kiskunfélegyháza (HU), Feltre (IT) und Carcaixent (ES). Die Bürgerbegegnung trug den Titel »Von zwei Weltkriegen über Städtepartnerschaften und dem Kalten Krieg zur Gründung der EU und der Verleihung des Friedensnobelpreises« und wurde mit 18.000 Euro von der EU unterstützt.
Gemeinsam mit etwa 450 deutschen Teilnehmer/innen informierten sich die Gäste durch Vorträge und Filme über den Ersten Weltkrieg. Einen Einblick in die Situation während des Ost-West-Konfliktes erhielten die Teilnehmenden bei ihrem Besuch im ehemaligen Beobachtungsstützpunkt der US-Streitkräfte »Point Alpha«, der heute eine Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte ist. Gästeführer und Zeitzeugen erläuterten die Situation der Menschen vor Ort zur Zeit des Eisernen Vorhangs. In Workshops und Diskussionen wurde die aktuelle Lebenssituation in Europa thematisiert. Der europäische Wertekanon als Grundlage des heutigen friedlichen Miteinanders ist ein Ergebnis des langjährigen Entwicklungsprozesses seit den Kriegsereignissen. Ein konkretes Thema, das den europäischen Grundwert der Demokratie veranschaulicht, waren die Wahlen zum Europäischen Parlament – ein zentrales Instrument der Mitbestimmung für die Bürger/innen Europas. Die Veranstalter legten viel Wert darauf, die gesellschaftliche Verantwortung des Einzelnen für die Bewahrung dieser Werte bewusst zu machen. Sie wollten vor allem den jugendlichen Teilnehmer/innen aufzeigen, dass sie mit ihrem Engagement in der Partnerschaftsarbeit einen Beitrag zur Gestaltung Europas leisten können.
Höhepunkt der viertägigen Begegnung waren die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Partner-schaftsjubiläum zwischen Braunfels und Newbury, in deren Rahmen an die ersten Schritte der Versöhnung zwischen den europäischen Nachbarn durch Partnerschaftsgründungen erinnert wurde.

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Archiv:
Weitere Beispiele von Bürgerbegegnungen, die im Rahmen der Aktion 1 »Aktive Bürger/innen für Europa« des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger« (2007-2013) gefördert wurden, finden Sie

hier.


2.2 - Vernetzung von Partnerstädten

»Migrain - Migration und Immigration: soziale Auswirkungen und die Reaktion der Bürger auf die nachhaltige und friedvolle Entwicklung eines integrierten Europas«

Seit Jahrhunderten wird die gesellschaftliche, kulturelle und politische Landkarte weltweit durch Ein- und Auswanderung geprägt. Mit dem Einsetzen der großen Fluchtbewegungen aus dem Nahen Osten und Afrika Mitte 2015 hat Migration an europapolitischer Bedeutung gewonnen. Die mit Zu- und Abwanderung generell verbundenen Herausforderungen sind Thema des transnationalen Vernetzungsprojekts »Migrain – Migration und Immigration: soziale Auswirkungen und die Reaktion der Bürger auf die nachhaltige und friedvolle Entwicklung eines integrierten Europas«.
Unter der Koordination der polnischen Stadt Cieszanów fand zwischen Februar 2015 und September 2016 eine Veranstaltungsreihe mit rund 540 Teilnehmenden statt. Kooperationspartner waren sieben Städte und Gemeinden aus sechs Ländern (Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Italien, Rumänien und Ungarn). Als deutscher Partner war die baden-württembergische Gemeinde Argenbühl beteiligt.
Ziele der Veranstalter waren ein Bewusstsein für die Auswirkungen der Migrationsprozesse – sowohl in Abwanderungs- als auch in Zuwanderungsländern – zu schaffen, den Wissens- und Erfahrungsaustausch der Bürger/innen und gleichzeitig ihr Engagement anzuregen. An den internationalen Tagungen nahmen Vertreter/innen der Stadtverwaltungen, von Vereinen und Organisationen, die sich mit dem Thema Migration und /oder europäischen Städtepartnerschaften befassen, sowie interessierte Bürger/innen aus den Partnerkommunen teil.

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»FOUR FOR EUROPE: Europäisch denken - lokal handeln«

Der Titel des Projekts ist Programm bei dieser Städtevernetzung: Die vier Partner Ville de Château-Gontier (FR), der Partnerschaftsverein Frome (GB), die Gemeinde Rabka-Zdrój (PL) und die Stadt Murrhardt (DE) wollen verstärkt gemeinsam kommunalpolitische Fragen europäisch diskutieren und daraus Impulse für die Kommunen entwickeln. Das Vernetzungsprojekt umfasst vier Veranstaltungen: eine Konferenz zur nachhaltigen Stadtentwicklung in Château-Gontier (April 2015), eine Bürgerbegegnung zum Thema Leben und Arbeiten in Europa in Murrhardt (Oktober/November 2015), eine Bürger-begegnung zur Freizeitgestaltung in Europa in Rabka-Zdrój (2016) sowie eine Konferenz zu erneuerbaren Energien in Frome (2016). Insgesamt sollen sich 450 Menschen aus den vier Ländern zwischen April 2015 und März 2017 an den Workshops, Fachtagungen, Experteninterviews, Vorträgen und Bürgerbegegnungen beteiligen. Dabei sollen insbesondere auch Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte sowie Senioren aktiv eingebunden werden. Europa soll für alle erlebbar gemacht werden, indem aufgezeigt wird, welche Rolle europäische Themen im gesellschaftlichen Leben spielen. Um das Miteinander in Europa weiterhin zu fördern, soll den Teilnehmern vermittelt werden, wie sie auch andere Menschen für diese Themen sensibilisieren können. Über den Rahmen der Veranstaltungen hinaus wird ein Onlineforum gestaltet, welches den europaweiten Austausch ermöglicht. Zusätzlich ist geplant, das Projekt im Nachhinein anhand einer Video-Dokumentation zusammenzufassen und auf den jeweiligen Internetseiten der Beteiligten zu veröffentlichen.
Die Europäische Kommission unterstützt das Projekt mit 150.000 Euro.

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Kommunale Vernetzungsprojekte, die im Rahmen der Aktion 1 »Aktive Bürger/innen für Europa« (Maßnahme 1.2) des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger« (2007-2013) gefördert wurden, finden Sie

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2.3 - Projekte von zivilgesellschaftlichen Organisationen

»Europe 2038 - Voice of the youth«

Die Universität Passau beteiligt sich an einem zivilgesellschaftlichen Projekt, das die Visionen der jungen europäischen Generation erforschen und ihren Ideen auf europäischer Ebene Gehör verschaffen will. Das Projekt möchte dadurch zur Entstehung eines gemeinsamen Verständnisses der EU beitragen. Projektkoordinator ist die Fachhochschule Oberösterreich, fünf Universitäten aus Albanien, Großbritannien, Italien, Rumänien und Spanien sind als Partner eingebunden. Die EU-Kommission fördert das Projekt von Januar 2016 bis Juni 2017 mit 150.000 Euro.
Um möglichst viele junge Menschen erreichen zu können, setzen die Forschungseinrichtungen auf das Instrument der Online-Umfrage. Mindestens 250 Personen sollen in jedem Partnerland dazu befragt werden, wie sie sich Europa im Jahr 2038 vorstellen: Welche Ideen haben sie für den Umgang mit demografischem Wandel, Finanzkrise, Migration, Diskriminierung oder Radikalisierung? Die Ergebnisse der Studie fließen in die paneuropäische Erklärung »Europe 2038« ein, die den EU-Institutionen präsentiert wird und diesen Wege aufzeigen soll, wie sie Jugendliche und ihre Interessen besser in ihre Politik einbinden können.
Darüber hinaus wird es Fortbildungsseminare für Lehrer/innen, Jugend- und Sozialarbeiter/innen, Freiwillige und Organisationen der Jugendarbeit geben, um sie in ihrer Funktion als Multiplikatoren für den Einsatz gegen soziale Benachteiligung und für mehr Jugendpartizipation zu stärken. Fortschritte, Ergebnisse und aktuelle Informationen zu europäischen Themen werden über die Projekthomepage und die verschiedenen Facebook-Seiten, welche die Projektpartner in der jeweiligen Landessprache betreuen, kommuniziert.

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»My!Europe - a Citizen Project on Europe from Below«

Wie kann politische Partizipation auf europäischer Ebene alltagsnah verwirklicht werden? Diese Leitfrage steht im Mittelpunkt des Projekts »My!Europe« und wird zwischen September 2015 und Januar 2017 auf acht Konferenzen in sieben europäischen Ländern sowie bei einem Seminar für Abgeordnete des Europäischen Parlaments (EP) diskutiert. Zu jeder Konferenz werden 80 bis 100 Bürger/innen, Politiker/innen und Vertreter/innen von NGOs und Bildungseinrichtungen aus bis zu sieben Ländern erwartet, insgesamt sollen 35.000 Menschen erreicht werden. Die EU fördert das Projekt mit 150.000 Euro.
Koordiniert wird die Veranstaltungsreihe vom Sonnenberg-Kreis e.V. Partner sind neben der britischen, der niederländischen, der dänischen und der internationalen Sonnenberg-Vereinigung die tschechische Universität Pardubice, die Gesellschaft der Deutschlehrer in Bulgarien und das Danish Cultural Institute in Riga. Das Themenspektrum der Konferenzen, die auf Bornholm (DK), in Riga (LV), Pardubice (CZ), St. Andreasberg, Canterbury (GB), Sofia (BG), Soesterberg (NL) und Hannover stattfinden, reicht vom Wertefundament der EU über die Rolle der Bürger bis hin zur gemeinsamen Wirtschafts- und Sozialpolitik. Bei der Konferenz in Riga diskutierten über 100 Teilnehmer/innen die aktuelle Flüchtlingssituation, den erstarkenden Rechtspopulismus in Europa sowie innovative Partizipationsmethoden.
Projektbegleitend wird die My!Europe-Erklärung, die im Januar 2017 auf dem Abschlussseminar im EP in Brüssel verkündet werden soll, ausgearbeitet. Das My!Europe-Webmagazin dokumentiert die Konferenzergebnisse sowie Entwicklungen in und Meinungen zu Europa in sieben Sprachen.

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»Europa in Vielfalt gestalten«

Junge Menschen stärker für Europa und die Europäische Union zu interessieren und sie zur aktiven Mitgestaltung der Zukunft Europas zu motivieren, ist Ziel des zivilgesellschaftlichen Projekts »Europa in Vielfalt gestalten«. Der deutsche Verein Bürger Europas e.V. ist Koordinator des europäischen Vorhabens. Gemeinsam mit 17 weiteren Partnerorganisationen aus der Jugend- und Europabildungsarbeit aus elf Ländern führt er in der Zeit von Januar 2015 bis Juli 2016 eine siebenteilige internationale Konferenzreihe durch, die durch die Entwicklung, Produktion und den europaweiten Einsatz des Europa-Filmquiz »In Vielfalt geeint« ergänzt wird. Ungefähr 550 Geschichts- und Politiklehrer/innen, Politiker/innen, Schüler- und Medienvertreter/innen aus den Partnerländern nehmen an den Veranstaltungen teil und beschäftigen sich mit der Frage, wie junge Menschen stärker in die aktive Gestaltung Europas eingebunden werden können. Die Europäische Kommission unterstützt das Vorhaben mit einem Betrag in Höhe von 132.500 Euro.

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»Kontroversen in der europäischen Migrationspolitik«

© Borderline Europe - Menschenrechte ohne Grenzen e.V.

Die anhaltenden Fluchtbewegungen aus Krisen- und Kriegsgebieten offenbaren die Uneinigkeit der EU-Mitgliedsstaaten. Flüchtlinge treffen auf gesicherte Grenzen; Abschottung und Fremdenfeindlichkeit stellen die europäischen Werte wie Solidarität und Achtung der Menschenrechte in Frage. Der Verein »borderline europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.V.« greift dieses Konfliktfeld der europäischen Migrationspolitik mit Vereinen aus Italien und Österreich im Rahmen des EU-Projektes »Kontroversen der europäischen Migrationspolitik – Schutzgewährung versus Grenzsicherung« auf.
Zwischen Oktober 2015 und März 2017 organisiert das Partnerkonsortium eine zehnteilige Veranstaltungsreihe, davon haben bis September 2016 vier Zusammenkünfte in München, Innsbruck, Palermo und Kiel stattgefunden. In de öffentlichen Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen werden nicht nur Vereine und Organisationen, die sich dem Themenkomplex Flucht und Migration widmen, eingebunden, sondern vor allem die Bürger/innen aus den drei beteiligten Ländern. Anhand der europäischen Flüchtlingspolitik soll das mit rund 140.000 Euro geförderte EU-Projekt außerdem die transnationale Debatte über die Zukunft der EU intensivieren.
Im Mittelpunkt der Tagungsreihe steht die differenzierte Betrachtung von Fluchthilfe und ihrer Kriminalisierung. Menschen, die Asylsuchenden auf ihrer Flucht helfen, werden oftmals strafrechtlich verfolgt, obwohl sie aus humanitären und menschenrechtlichen Beweggründen heraus agieren. Die Handhabung in Bezug auf illegale Einreisen auf regionaler, nationaler und europäische Ebene ist daher zentraler Diskussionsgegenstand des Projekts. Eine der Veranstaltungen war die »2. Internationale Schlepper- und Schleusertagung« im Oktober 2015 in den Münchener Kammerspielen. Die Inszenierung des brisanten Themas als Tagung ermöglichte eine zugespitzte, zuweilen ironische Hinterfragung der Kriminalisierung von Fluchthilfe.

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Zivilgesellschaftliche Projekte, die im Rahmen der Aktion 2 »Aktive Zivilgesellschaft für Europa« (Maßnahme 3) des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger« (2007-2013) gefördert wurden, finden Sie

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