Broschüre »Aktive Bürgerinnen und Bürger für Europa«

Die Broschüre »Aktive Bürgerinnen und Bürger für Europa« präsentiert neben den Entwicklungen und Potenzialen kommunaler Partnerschaften in Deutschland zahlreiche Partnerschaftsprojekte von deutschen Städten und Gemeinden, die zwischen 2010 und 2014 mithilfe einer Förderung durch die EU durchgeführt wurden.

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Archiv: »Europa für Bürgerinnen und Bürger« (2007-2013)

Aktion 1

Hier finden Sie einige ausgewählte Beispiele geförderter Projekte aus den verschiedenen Maßnahmen der Aktion 1 - »Aktive Bürgerinnen und Bürger für Europa«.

Maßnahme 1.1 - Bürgerbegegnungen

Maßnahme 1.2 - Vernetzung von Partnerstädten

Maßnahme 2.1 - Bürgerprojekte

Maßnahme 2.2 - Flankierende Maßnahmen

Maßnahme 1.1

»Aktives europäisches Leben im Alter«

Das 45-jährige Partnerschaftsjubiläum der Städte Zierenberg (DE) und Damvillers (FR) bot Anlaß für eine trinationale Bürgerbegegnung im September 2012. Neben den deutschen Gastgebern und den franzöischen Gästen waren auch Delegationen der beiden anderen Partnerstädte Zierenbergs, nämlich aus Gattatico (IT) und Ichtershausen (DE), vertreten. Während der dreitägigen Veranstaltung befassten sich die die 54 Franzosen, 16 Italiener und 114 Deutsche in Workshops mit Aspekten des »aktiven europäischen Lebens im Alter«. Ziel war es, die Beteiligten für die Thematik zu sensibilisieren und durch Erfahrungsaustausch und Diskussion interkulturelles Lernen erfahrbar zu machen. Außerdem bekamen sie bei Besichtigungen lokaler Einrichtungen Einblick in den Alltag von Alten- und Pflegeheimen und hatten die Möglichkeit verschiedene generationsübergreifende Projekte wie den Seniorenbus kennenzulernen. Zum Rahmenprogramm gehörten ein musikalisches Frühstück, das von Jung und Alt gemeinsam geplant  und vorbereitet worden war, ein Festakt und ein Partnerschaftsabend sowie eine Ausstellung zu 45 Jahren deutsch-französische Städtepartnerschaft. Die EU förderte die Begegnung mit rund 9.000 Euro.

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»Europatage in Bad Honnef«

Anlässlich des zehnjährigen Partnerschaftsjubiläums der Städte Bad Honnef (DE) und Ludvika (SE) lud das Partnerschaftskomitee Bad Honnef-Ludvika e.V. im September 2011 ca. 60 Gäste aus der schwedischen Kommune nach Deutschland ein. Im Rahmen von drei »Europatagen«, die die Europäische Kommission mit 9.000 Euro unterstützte, erlebten deutsche und schwedische Teilnehmer/innen ein vielfältiges Programm, das nicht nur die Möglichkeit zum näheren Kennenlernen und dem allgemeinen Austausch, sondern auch Anlässe dazu bot, sich mit dem Thema »Europa« auseinanderzusetzen. In gemischen Arbeitsgruppen sprach man beispielsweise über mögliche Maßnahmen und Aktivitäten zur Förderung der europäischen Integration in Bad Honnef und Ludvika sowie über gemeinsame Europaprojekte. Desweiteren gab es Vorträge zum Thema »Europäische Union« und ein Europakonzert des schwedischen Musikorchesters Ludvika Musikar. Thema war auch die Erweiterung der Partnerschaft um zwei weitere finnische und estnische Kommunen. Bereits im Vorfeld der Begegnung wurde in der lokalen Presse über den bevorstehenden Besuch und die wesentlichen Programmpunkte und -ziele berichtet und auch während der Veranstaltung informierten die Medien der Region über deren Verlauf.

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»Voneinander lernen – füreinander handeln«

Im Juli und August 2011 führte eine einwöchige Begegnung unter dem Motto »Voneinander lernen – füreinander handeln« die seit mehr als 35 Jahre bestehende Partnerschaft der Gemeinden Barver (DE) und Lezay (FR) fort. Im Fokus des Austauschs, zu dem 37 Gäste aus Frankreich in die niedersächsische Gemeinde angereist waren,  stand die gemeinsame Perspektive der beiden in strukturschwachen Regionen gelegenen Orte im zusammenwachsenden Europa. So wurden zum Beispiel die Besuche verschiedener Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien und des Schulzentrums Rehders  zum Austausch über die für beide Gemeinden gleichsam relevanten Themenfelder »Nachhaltige Entwicklung« und »Jugend« genutzt. Im Rahmen einer Besichtigung der DRK Schwesternstation wurde auch eine Diskussion zum Thema Seniorenbetreuung angeregt. Einen besonderen Programmpunkt im Zeichen der Europäischen Idee stellte die Durchführung  einer Europa-Rallye dar. Sie führte die Gäste und Gastgeber/innen per Fahrrad durch die umliegenden Gemeinden, wo sie an mehreren Stationen Fragen zur Partnerschaft und der Europäischen Gemeinschaft erörtern und Spielaufgaben bestehen konnten. Die Begegnung wurde von der Europäischen Kommission mit 7.000 Euro gefördert.

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»Tour de Jumelage«

Eine »Tour de Jumelage«, eine viertägige »Reise« durch 40 Jahre Städtepartnerschaft unternahmen im Mai 2010 die Gemeinden Rosendahl (DE) und Entrammes (FR) anlässlich des runden Partnerschaftsjubiläums. Neben dem Rückblick und den Jubiläumsfeierlichkeiten war ein Ziel der Begegnung mit den 150 französischen Gästen Perspektiven zukünftiger Kooperationen herauszuarbeiten. Mit Unterstützung der des Comité de Jumelage aus Entrammes wurde ein Konzept zur Gründung eines Partnerschaftsvereins für die Pflege der Freundschaft zu Entrammes in Rosendahl entwickelt. Das Veranstaltungsprogramm umfasste außerdem Diskussionsrunden mit Abgeordneten des deutschen Bundestages über europäische Fragestellungen, eine Exkursion zu historischen Stätten der Partnerschaft sowie einen Workshop zur möglichen Einbindung der polnischen Stadt Stezycas in die deutsch-französische Partnerschaft und zu den Möglichkeiten zukünftiger trilateraler Projekte. Der EU-Zuschuss betrug ca. 16.600 Euro.

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Maßnahme 1.2 - Vernetzung von Partnerstädten

»Europa 2020 im Blickpunkt«

Im Rahmen eines Partnerschaftsnetzwerkes organisierte der Magistrat der Kreisstadt Erbach zusammen mit Erbachs Partnerstädten sieben mehrtägige Veranstaltungen unter dem Titel »Europa 2020 im Blickpunkt – Städtepartnerschaften – Chancen für den ländlichen Raum«. Ziel des von der Europäischen Union mit 150.000 Euro geförderten Projekts war es, zu definieren, welchen Beitrag Städtepartnerschaften zur gemeinsamen Verantwortung für ein vereintes Europa leisten können. Fünf Kommunen waren als Projektpartner daran beteiligt: Ansião (PT), Jičín (CZ), Königsee (DE), Pont-de-Beauvoisin/Isère (FR), Pont-de-Beauvoisin/Savoie (FR). Außer in Königsee fanden in all diesen Orten zwischen Juli 2012 und Juni 2013 Veranstaltungen statt, deren Programme jeweils die Gastgeberkommunen gestalteten. Auf dem Plan standen Aktivitäten zum gegenseitigen Kennenlernen und Spracherwerb, Vorträge, Workshops und Exkursionen, die umfassende Informationen und Ansatzpunkte lieferten für die Beschäftigung mit dem Hintergrund und den Zielsetzungen von der Wachstumsstrategie »Europa 2020«. Darüber hinaus boten sie den Teilnehmer/innen Gelegenheit, kulturelle Besonderheiten des Gastgeberlandes kennenzulernen, Gemeinsamkeiten zu erkennen sowie das europäische Identitätsgefühl zu erfahren. Über den gesamten Zeitraum waren etwa 770 Gäste eingeladen, zudem konnten zu den öffentlichen Veranstaltungen alle Interessierten kommen.

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»Zukunft der Städtepartnerschaften«

Der Partnerschaftsring Braunfels e.V. (DE) setzt von 2010 bis 2012 gemeinsam mit den Partnerstädten der Stadt Braunfels, Bagnols sur Cèze (FR), Eeklo (BE), Feltre (IT), Kiskunfelegyhaza (HU) und der spanischen Stadt Carcaixant, die mit Bagnols sur Cèze verschwistert ist, ein großes Vernetzungsprojekt um. Die Städte wollen ihre Zusammenarbeit vor allem in den Bereichen »Interesse der Jugend an Europa«, »Migration und Integration« und »Junge Familien in Europa« koordinieren und intensivieren. Die geplanten Events, darunter eine großen Bürgerbegegnung, eine Jugendkonferenz sowie eine große Partnerschaftstagung finden abwechselnd in den Partnerstädten statt und richten sich an konkrete Zielgruppen, für die der jeweilige Schwerpunkt von besonderem Interesse ist. Die EU bezuschusst die Veranstaltungsreihe mit ca. 148.000 Euro.

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»Städtepartnerschaften als Basis für die Vernetzung von Regionen«

Ein großes Netzwerk europäischer Städte aufzubauen und deren Zusammenarbeit im Bereich Regionalpolitik zu intensivieren, ist das Ziel der vom Büro für Europaangelegenheiten der Stadt Iserlohn im Jahr 2009 initiierten Konferenzreihe. An den europäischen Städtepartnerschaftskonferenzen beteiligen sich neben den Partnerstädten Iserlohns Laventie (FR), Nyíregyháza (HU) und Almelo (NL) 22 weitere Kommunen aus verschiedenen Ländern (AT, BE, DE, FR, GB, HU, NL, PL, RO, SE). Während der zweijährigen Projektlaufzeit von Mai 2010 bis Mai 2012 sind vier Konferenzen in den deutschen Städten Hemer, Olpe, Siegen und Soest vorgesehen, bei denen jeweils unterschiedliche Arbeitsfelder der EU-Regionalpolitik im Mittelpunkt stehen sollen. Unter dem Motto »Neuland« widmete sich die erste der vier Konferenzen im Mai 2010 in Hemer (DE) der Bedeutung der Landschaft als Ressource und Zukunftsbasis vor allem für eine nachhaltige Energieversorgung, Umwelt- und Klimaschutz und dem damit verbundenen Thema der Energieeffizienz. Die Europäische Union unterstützt die Veranstaltungsreihe mit einem Betrag von 126.000 Euro.

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Maßnahme 2.1 - Bürgerprojekte

»European Citizens Participating«

Mehr als 3.500 Personen aus elf europäischen Ländern erarbeiteten in dem Projekt »European Citizens Participating« das knapp 150 Seiten umfassende »Citizens Manifesto«. In dem Manifest trugen sie gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen Forderungen für Veränderungen an den EU-Entscheidungsprozessen zusammen. Die Themen reichten von Beschäftigung und Sozialstaatlichkeit bis zu Bürgerrechten und politischen und wirtschaftlichen Reformen.

Durchgeführt wurde das von der Europäischen Kommission mit 109.500 Euro unterstützte Projekt, das sich an rund zweijährige Vorarbeiten anschloss, zwischen Januar 2013 und Januar 2014 von European Alternatives aus Großbritannien gemeinsam mit sieben Partnern aus Bulgarien (Red House Center for Culture and Debate), Rumänien (Asociatia EuroAlter), Italien (Alternative Europee), Spanien (Alternativas Europeas Barcelona), Frankreich (Alternatives Europeennes), der Slowakei (Fair Analyses) und Deutschland (European Alternatives Berlin). Zur Themenfindung fanden acht Panels in allen teilnehmenden Ländern in der jeweiligen Landessprache statt. Bei drei transnationalen Foren in Venedig (Italien), Barcelona (Spanien) und Sofia (Bulgarien) wurden die in den Panels von den Bürger/innen vorgeschlagenen Themen konkretisiert. So kamen vor allem die Themen Demokratie, finanzielle Reformen, Minderheiten- und Bürgerrechte sowie Arbeit/Arbeitslosigkeit und soziale Sicherung zur Sprache.

In acht Workshops, die in acht Ländern stattfanden, wurden schließlich 53 Vorschläge zu zwölf Themen entwickelt. Um dazu weitere Meinungen einzuholen, wurden Stände an Bahnhöfen, auf Plätzen und Straßen sowie in Parks in vielen europäischen Ländern aufgebaut, die Bürger/innen angesprochen und Informationsmaterial verteilt. So wurden rund 2.000 Menschen gewonnen, die für jeweils eines der vorgeschlagenen Themen ihre Stimme abgaben und somit zur finalen Auswahl der Vorschläge beitrugen.

Diese wurden schließlich als »Citizens Manifesto« veröffentlicht und auf dem Transeuropa Forum Ende Oktober 2013 in Berlin vor hunderten von Europäern sowie Anfang Dezember 2013 während einer offenen Konferenz im Europäischen Parlament präsentiert. Außerdem wurde das Manifest an amtierende Mitglieder des Europäischen Parlaments sowie an Kandidaten der Europawahl 2014 versandt.

In einem EU-geförderten Folgeprojekt wurde das Manifest in 18 Ländern der Europäischen Union im Rahmen einer Caravan-Tour vorgestellt. So konnten weitere Bürger/innen in die Diskussion über die Notwendigkeit der aktiven Beteiligung an der Politik in der Europäischen Union einbezogen werden.


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European Voices for Active Ageing

Foto: Sandra Then

Das Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012 bot den Anlass für ältere Bürger/innen sich in Gesprächsforen mit den Herausforderungen und Chancen des Älterwerdens auseinanderzusetzen. Diese Gesprächsforen organisierte der deutsche Verein World Café Europe e.V. gemeinsam mit seinen Partnern aus , Deutschland, Finnland, Frankreich, Polen, Spanien und Tschechien im Rahmen des Projekts » European Voices for Active Ageing«. In sechs thematischen Cafés in sechs Ländern kamen insgesamt über 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen. Die Treffen widmeten sich folgenden Themen: Altersfreundliche Städte, Wellness/Gesundheit, Bürgerschaftliches Engagement, Lebensplanung/Lebenslanges Lernen, Kreativität und Ausdruck sowie Soziale Innovation. In den ersten fünf Thematischen Cafés tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen von World Cafés miteinander aus. Dieses partizipative Dialogverfahren ermöglicht den Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander ins Gespräch zu kommen und dabei Ergebnisse zu erarbeiten und Impulse für deren Realisierung zu geben. Das abschließende Treffen in Straßburg wurde als »World Rythmics Café« umgesetzt, einer Verbindung von Körperbewegung und Musik unter Einbeziehung der Prinzipien eines World-Café-Dialogs.

Das Treffen in Bonn stellte das bürgerschaftliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern über 50 in den Mittelpunkt. 140 Bürgerinnen und Bürger über 50 und Menschen, die beruflich im Bereich des aktiven Alterns tätig sind waren zu dem Treffen nach Bonn gekommen, dass auch per Livestream im Internet übertragen wurde. Beim Austausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde deutlich, dass Senioren ihre Begeisterung für bürgerschaftliches Engagement mit anderen Menschen teilen und sie dafür gewinnen möchten. Es zeigte sich jedoch auch, dass vielen die Anerkennung ihrer Leistungen fehlt. Eine zentrale Empfehlung lautet demnach: »Soll bürgerschaftliches Engagement an Bedeutung gewinnen und für alle Beteiligten nachhaltig sein, muss das Verständnis dafür vertieft werden, wie wichtig es ist, die Leistungen der Generation 50+ anzuerkennen. Diese motivierten Bürger wünschen sich fortlaufend positive Resonanz von den Organisationen, mit denen sie zusammenarbeiten.« In diesem Zusammenhang wurde die Frage aufgeworfen, ob von Älteren nur deshalb bürgerschaftliches Engagement erwartet wird, weil Gemeinden, Bundesländer und nationale Regierungen immer weniger Finanzmittel für die Erbringung bestimmter Leistungen zur Verfügung stellen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten wie die Anerkennung ehrenamtlichen Engagements verbessert werden kann, u.a. die Möglichkeit, die geleistete Arbeit steuerlich geltend zu machen und/oder zusätzliche Punkte für die Rentenanwartschaften sammeln zu können.

Die im Laufe aller Treffen gesammelten Ideen und Vorschläge wurden analysiert und zusammengefasst, um Entscheidungsträgern auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene konkrete Vorschläge rund um das Thema »Aktives Altern« zu unterbreiten. In einem 40-seitigen Bericht wurden die Ergebnisse zusammengefasst, die deutlich machen, dass es die gleichen Themen sind, die Menschen in den verschiedenen Ländern bewegen: Altersdiskriminierung, lebenslanges Lernen und bürgerschaftliches Engagement.

Die Europäische Union unterstützte das Projekt mit einem Betrag von 237.000 Euro. Es wurde im Rahmen der Expertenkonferenz »Social Innovation - A priority for a European Agenda« dem Europäischen Parlament als eines von zwei europaweiten Best practice Beispielen für soziale Innovation in Europa vorgestellt.

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»Danube Networkers - Neighbours at Work«

Im Rahmen dieses Bürgerprojektes werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Lebens älterer Menschen in den Ländern der Donauregion diskutiert und gemeinsame Vorschläge und Forderungen an die EU-Politik erarbeitet. Zwar sind die Lebenssituationen der älteren Menschen in diesen Ländern sehr unterschiedlich, vom demographischen Wandel oder Umweltproblemen sind sie aber gleichermaßen betroffen. Bei »Danube Networkers - Neighbours at Work« sollen ältere Bürgerinnen und Bürger die Chancen und Risiken der gegenwärtigen Entwicklungen der EU-Donauraumstrategie verstehen lernen, eigene Interesse artikulieren und Handlungsmöglichkeiten für die Zukunft der Region definieren. Zunächst trafen sich über 300 Teilnehmer/innen in lokalen Bürgerforen, wo sie neue Formen des aktivierenden Lebenslangen Lernens kennen lernten und sich nach wissenschaftlichen Einführungen mit folgenden Themen befassten: Aktives Altern in Europa und Solidarität zwischen den Generationen; Migration als Herausforderung und Minderheiten als Chance; Nachhaltigkeit des Kulturerbes sowie nationale und europäische Identität; Ökologie und Umwelt. In den lokalen Bürgerforen wurden Thesen aufgestellt, die anschließend mit den europäischen Partnern in Foren auf der Projektwebsite diskutiert wurden. Ein länderübergreifendes Treffen fand im Juni 2011 im kroatischen Brodarica statt, bei dem die Ergebnisse weiter diskutiert und gemeinsame zentrale Aussagen zu jedem Themenbereich erarbeitet wurden. Das Abschlusstreffen fand im November 2011 in der Nähe von Freiburg statt, bei der u.a. eine gemeinsame Resolution zur Rolle des Lebenslangen Lernens für das Aktive Altern im Donauraum erarbeitet und verabschiedet wurde. Koordiniert wurde das Projekt vom Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) der Universität Ulm (DE). Partner waren Bildungs- und Forschungseinrichtungen aus Bulgarien, Kroatien, Österreich, Rumänien und Slowenien.

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»Zukunft der europäischen Kulturpolitik«

Die Association pour le Développement Culturel Européen et International (FR) führte 2009 und 2010 gemeinsam mit Projektpartnern aus Belgien, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Malta und Portugal eine europaweite Bürgerbefragung zu dem Thema »EUROMEDINCULTURE Bürgerschaft: Kultur, Kreativität. Kultur als Säule zur Restrukturierung Europas« durch. Studenten, Selbstständige, Angestellte, Arbeitslose und Rentner/innen beteiligten sich mittels Fragebögen und in nationalen und internationalen Konferenzen an der Diskussion um die Bedeutung von Kultur in und für die EU. Die Umfrage- und Diskussionsergebnisse der einzelnen Veranstaltungen wurden in einer Handlungsempfehlung zusammengefasst, die an die Vertreter/innen verschiedener EU-Institutionen übermittelt wurde, um in weiteren Entscheidungsprozessen der EU-Kommission berücksichtigt zu werden. Im März 2011 wurden die Empfehlungen im Europäischen Parlament präsentiert.

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Maßnahme 2.2 - Flankierende Maßnahmen

Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit e.V. (IPZ)

Das Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit e.V. (IPZ) gibt in dem von ihm veröffentlichten »Jahrbuch 2008-2009« einen Einblick in die Partnerschaftsarbeit von Städten und stellt Bürgerbegegnungen vor, die im Rahmen von Städtepartnerschaften stattfanden und durch das Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« (Aktion 1, Maßnahme 1.1) gefördert wurden.

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