Gedenkanlässe 2019

1919 Friedensverträge beenden den Ersten Weltkrieg (100 Jahre)

Als »Versailler Vertrag« wird der Friedensvertrag bezeichnet, der nach dem Ersten Weltkrieg zwischen den Siegern Frankreich, USA, Großbritannien und Italien sowie dem besiegten Deutschen Reich geschlossen wurde. Er wurde bei der Pariser Friedenskonferenz 1919 im Pariser Vorort Versailles unterschrieben. Mit der Unterzeichnung des Friedensvertrages endete der Erste Weltkrieg völkerrechtlich.

1939 Ende des spanischen Bürgerkriegs (80 Jahre)

Im Spanischen Bürgerkrieg, der im April 1936 begann und fast 3 Jahre andauerte, kämpften die demokratisch gewählte Volksfrontregierung der Zweiten Spanischen Republik (Gründung 1931) und eine Gruppe rechtsgerichteter Putschisten gegeneinander. Grundlage für die gewaltsamen Auseinandersetzungen waren tiefgreifende strukturelle Veränderungen in der Gesellschaft, wie u.a. die Unabhängigkeitsbestrebungen des Baskenlandes und Kataloniens oder die kulturelle Monopolstellung der römisch-katholischen Kirche. Unter Führung des Generals Francisco Franco gelang den Faschisten im April 1939 der Sieg, der in der fast 40-jährigen spanischen Diktatur resultierte, die erst mit Francos Tod 1975 ein Ende fand. Von internationaler Bedeutung war der Krieg, weil er die damalige ideologische Spaltung Europas widerspiegelte und die europäischen Mächte dazu zwang, Haltung zu beziehen und damit den Kriegsverlauf maßgeblich zu beeinflussen.

1979 Wahlen zum EP (40 Jahre)

Im Jahre 1979 kam es erstmalig zur Wahl des Europäischen Parlaments. Im Vorfeld waren die Abgeordneten durch die nationalen Parlamente entsendet worden. Statt aus nationalen Delegationen, wie es im Vorfeld der Fall war, werden die Mitglieder seitdem aus länderübergreifenden Fraktionen (Sozialisten, Konservative, Liberale, Grüne, etc.) gewählt. Im Zuge der weiteren Entwicklung der EU hat das Parlament kontinuierlich an Einfluss gewonnen.

1989 der Fall der Berliner Mauer (30 Jahre)

Ende der 1980er Jahre veränderten sich die politischen Verhältnisse in Europa grundlegend. Im Polen kam es im Juni 1989 zu parlamentarischen Wahlen, nachdem die Herrschaft der kommunistischen Partei durch die Solidarnosc-Bewegung endete. Zur selben Zeit führte die Öffnung des Eisernen Vorhangs in Ungarn und Österreich dazu, dass zahlreiche DDR-Bürger über Ungarn in den Westen flohen und am 9. November schließlich die Berliner Mauer fiel. Aus dem Niedergang der Sowjetunion folgte 1990 ebenfalls die Unabhängigkeit der baltischen Staaten, die gegen ihren Willen Teil davon gewesen waren. Letzten Endes kam es 1991 in Verbindung mit den Jugoslawienkriegen zur Auflösung der Sowjetunion.

2004 EU-Osterweiterung (15 Jahre)

Mit dem Beitritt von acht mittel- und osteuropäischen Ländern trat 2004 die bisher größte Erweiterung der EU in Kraft. Grundlage dafür waren die historischen und kulturellen Verbindungen zum restlichen Europa. Nach erfolgreichen Volksabstimmungen in den Ländern Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern traten diese der EU bei. Bis 2007, als sich auch Rumänien und Bulgarien Mitglieder nennen konnten, bestand die EU aus insgesamt 25 Mitgliedsstaaten.