CERV-Partner finden? Im Juli!

Verschiedene CERV-Kontaktstellen in Europa organisieren am 5. Juli eine Online-Vernetzungsveranstaltung im Vorfeld des Aufrufs zur Einreichung von Vorschlägen:

- Schutz und Förderung der Rechte des Kindes (Frist 7. September)

- Städtepartnerschaften & Vernetzung von Städten (Deadline 26. August)

Die Veranstaltung ist kostenlos und bietet den Teilnehmer/innen die Möglichkeit, ihr Wissen über das EU-Programm Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte (CERV) und die beiden offenen Ausschreibungen zu vertiefen und potentielle Partner für die beiden Ausschreibungen zu identifizieren.

Interesse? Hier geht es zur Anmeldung, hier ist die detaillierte Einladung.

Eingestellt am 14.6.2021


 

Aufruf für Bürgerbegegnungen veröffentlicht

Nun sind auch die Aufrufe für Bürgerbegegnungen und Netzwerkprojekte im Rahmen von Städtepartnerschaften auf dem Funding & Tender Portal veröffentlicht. Noch sind die Antragsformulare nicht geöffnet, aber das Call Document liegt auf Englisch vor, so dass sich interessierte Antragssteller/innen informieren können. Einreichfrist ist der 26.8., 17:00 Uhr - da ist also noch ausreichend Zeit. Ob die Zeit für die Kommission auch reicht, um Antrag und Aufruf auf Deutsch zu übersetzen wird sich zeigen...

Eingestellt am 20.5.2021


Arbeitsprogramm CERV 2021-2022 und erste Calls veröffentlicht

Das Programm "Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte" (CERV) wurde verabschiedet, das Arbeitsprogramm für die Jahre 2021-2022 ist ab sofort zunächst in englischer Sprache verfügbar.
Bereits neun Calls wurden auf dem Funding and Tender Opportunities Portal veröffentlicht.

Eingestellt am 20.5.2021


Neue Website der EACEA

Die Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur hat eine neue Website, auf der demnächst alle Informationen zum neuen Programm "Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte" zu finden sein werden.

Weitere Informationen

Eingestellt am 1.3.2021


Auswahlergebnisse für zivilgesellschaftliche Projekte

Die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) hat alle Antragsteller/innen, die sich zur Frist am 1.9.2020 um einen Zuschuss für zivilgesellschaftliche Projekte (Programmbereich 2.3) beworben haben, informiert und die Liste der Projekte veröffentlicht, die ausgewählt wurden. Unter den 33 erfolgreichen Antragsteller/innen befinden sich zwei deutsche Organisationen. Darüber hinaus sind 12 deutsche Organisationen als Partner an erfolgreichen Projekten beteiligt. Herzlichen Glückwunsch!

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Eingestellt am 11.1.2021


Auswahlergebnisse für Bürgerbegegnungen

Die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) hat die Liste der Projekte veröffentlicht, die im Rahmen des Programmbereichs 2.1. (Bürgerbegegnungen)  ausgewählt wurden. Alle Antragsteller/innen, die sich zur Frist am 1.9.2020 um einen Zuschuss beworben haben, wurden von der EACEA informiert. Elf deutsche Kommunen und Organisationen sind diesmal unten den 106 erfolgreichen Antragstellern für Bürgerbegegnungen. Herzlichen Glückwunsch an alle erfolgreichen Antragsteller!

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Eingestellt am 07.1.2021


Auswahlergebnisse für Vernetzungsprojekte

Die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) hat auf ihrer Internetseite die Liste der Projekte veröffentlicht, die im Rahmen des Programmbereichs 2.2 (Vernetzungsprojekte) ausgewählt wurden. Alle Antragsteller/innen, die sich zur Frist am 1.9.2020 um einen Zuschuss beworben haben, wurden von der EACEA im Dezember 2020 informiert. Unter den 19 erfolgreichen Antragstellern ist auch der deutsche Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Herzlichen Glückwunsch!
Die Ergebnisse für die Projekte, die im Rahmen des Programmbereichs 2.1 (Bürgerbegegnungen) ausgewählt wurden, werden demnächst bekannt gegeben.

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Eingestellt am 04.1.2021


Mehr Geld für Nachfolgeprogramm Citizens, Equality, Rights and Values (CERV)

Die Verhandlungen zwischen Rat und Europaparlament zum Mehrjährigen Finanzrahmen 2021 - 2027 der EU sind beendet. Und es gibt gute Neuigkeiten: Es sind 800 Mio. € mehr für das Nachfolgeprogramm CERV vorgesehen, insgesamt also etwa 1,6 Mrd €.

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Eingestellt am 12.11.2020


Herausforderungen für kommunale Partnerschaften – der europäische Blick

Auch in der Beratungs- und Bildungsarbeit im Rahmen des EU-Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ zeigen sich wiederkehrende Muster für die Schwierigkeiten der Partnerschaftsarbeit. In einer kurzen Präsentation auf Deutsch, Französisch oder Polnisch erläutern wir aktuelle Trends, die die Untersuchung der deutsch-polnischen oder deutsch-französischen Partnerschaften aus der Praxis ergänzen.

Ein Beitrag für die Online-Konferenz "Städte- und Kommunalpartnerschaften zwischen PL, FR und DE", 12.10.2020

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Eingestellt am 9.10.2020


Neuer Budgetentwurf des EU-Rats für das Programm »Justiz, Rechte und Werte«

Im Verlauf des EU-Gipfels hat der Europäische Rat das Budget für das Programm »Justiz, Rechte und Werte« (wo das EfBB-Nachfolgeprogramm verortet ist) im Vergleich zum Kommissionsvorschlag vom 27.5.2020 leicht angehoben. Der neue Vorschlag für das Budget beträgt 841 Millionen (gegen die 761 Mio € der Kommission). Die Aufteilung auf die einzelnen Programmteile ist noch nicht geklärt. Der nächste Schritt in der mehrstufigen Entscheidung zur Zukunft des Programms ist die Konsultation des Europäischen Parlaments zum MFR, die bis Ende Sommer 2020 stattfinden soll.

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Eingestellt am 29.7.2020


Auswahlergebnisse für Bürgerbegegnungen, Vernetzungs- und Geschichtsprojekte

Die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) hat auf ihrer Internetseite die Listen der Projekte veröffentlicht, die im Rahmen der Programmbereiche 1 (Europäisches Geschichtsbewusstsein), 2.1 (Bürgerbegegnungen) und 2.2 (Vernetzungsprojekte) ausgewählt wurden.

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Eingestellt am 29.7.2020


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EU-Kommissionsvorschlag zum Mehrjährigen Finanzrahmen: Stellungnahme des Bundesrates

Der Bundesrat hat am 3.7.2020 eine Stellungnahme zum neuen EU-Kommissionsvorschlag für den Mehrjährigen Finanzrahmen 2021-2027 abgegegen. Für die Rubrik »Justiz, Rechte und Werte«, wo unter anderem das EfBB-Nachfolgeprogramm verortet ist, fordert der Bundesrat eine deutliche Steigerung der Mittelausstattung.

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Eingestellt am 6.7.2020


Neues Dokument zum Abschlussbericht

Die EACEA hat ein neues Dokument veröffentlicht, in dem u.a. genau erklärt wird, welche Dokumente Antragsteller/innen, die Online-Events druchgeführt haben, für den Abschlussbericht brauchen.

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Eingestellt am 7.5.2020


Deutsch-Französischer Bürgerfonds zur Förderung von Städtepartnerschaften

Um Menschen in Deutschland und Frankreich einander näherzubringen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu unterstützen, fördert der Deutsch-Französische Bürgerfonds Städtepartnerschaften und zivilgesellschaftliche Initiativen. Aufgrund der Corona-Pandemie liegt der Fokus vorerst auf Online-Begegnungen.

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Eingestellt am 17.04.2020


Digitalisierung in der Städtepartnerschaftsarbeit

Sigmar Fischer aus der Auslandsgesellschaft.de e.V. hat uns in einem Interview erzählt, warum Digitalisierung eine Gewinnstrategie für Vereine und Kommunen ist und inwieweit eine digitale Umgestaltung in der Städtepartnerschaftsarbeit möglich ist.

Zum Artikel

Eingestellt am 09.04.2020


Coronavirus und geförderte Projekte

Wie soll ich nun mit meinem Projekt umgehen? Kann ich mein Projekt verschieben? Kann ich eine Veranstaltung als Webinar durchführen? Wir beantworten gerne diese und weitere Fragen hier.

Eingestellt am 31.3.2020


Erreichbarkeit der EACEA

Bitte beachten Sie die neuen E-Mail-Adressen der EACEA: Für Bürgerbegegnungen und Vernetzungsprojekte: EACEA-B3-TT-NT@ec.europa.eu Für Geschichtsprojekte: EACEA-B3-REMEMBRANCE@ec.europa.eu Für Projekte der Zivilgesellschaft: EACEA-B3-CIVILSOCIETY@ec.europa.eu

Eingestellt am 19.3.2020


Blick zurück: Der Entscheidungsprozess für ein neues Bürgerschaftsprogramm (2014-2020)

Der Rat der Europäischen Union verabschiedete am 14.04.2014 das neue Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« für die Laufzeit von 2014 bis 2020. Die Verhandlungen zum neuen Bürgerschaftsprogramm hatten bereits Anfang 2012 begonnen, nachdem die Europäische Kommission im November 2011 einen Vorschlag für das neue Programm ab 2014 vorgelegt hatte. Während der Erarbeitung ihres Entwurfs suchte die Europäische Kommission den Dialog mit Fachleuten und Begünstigten. U.a. haben in den Jahren 2010 und 2011 zwei so genannte Consultations Meetings mit ca. 120 Teilnehmer/innen stattgefunden. Ende 2010 führte die Europäische Kommission zudem eine Online-Befragung zur Zukunft des Programms durch.

Das Europäische Parlament kritisierte an dem Vorschlag der Europäischen Kommission vor allem die Wahl der Rechtsgrundlage, denn die Europäische Kommission sah vor, das künftige Bürgerschaftsprogramm nur noch mit Artikel 352 des EU-Vertrages zu begründen. Dieser beinhaltet ein besonderes Gesetzgebungsverfahren, bei dem der Rat der Europäischen Union Vorschriften alleine beschließt und das Europäische Parlament diesen nur zustimmen oder sie ablehnen kann. Auch die Kürzung des Budgets führte zu Kritik.

Am 25.03.2013 nahm der Rat der Europäischen Union, in dem alle EU-Mitgliedstaaten vertreten sind, nach zahlreichen Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission den endgültigen Entwurf für einen Verordnungstext an. Dennoch konnte das Programm erst im April 2014 in Kraft treten. Aufgrund der gewählten Rechtsgrundlage (Art. 352 AEUV) mussten in Deutschland, Großbritannien und Tschechien die nationalen Parlamente ihre Regierungsvertreter ermächtigen, dem Verordnungstext für das neue Programm zuzustimmen. In Deutschland nahm der Hauptausschuss des Deutschen Bundestags den Verordnungstext am 04.12.2013 an, das britische Parlament hob den Vorbehalt jedoch erst im April 2014 auf.

 EP-Abgeordnete kritisieren Kürzungsvorschlag der Europäischen Kommission (Mai 2013)

Artikel der KS EfBB zum Stand der Verhandlungen (März 2013)

Bericht des Europäischen Parlaments zum Programmvorschlag der Europäischen Kommission (Dezember 2012)

Vorschlag der Europäischen Kommission zum neuen Bürgerschaftsprogramm 2014-2020 (November 2011)

Vorschläge der KS EfBB zum neuen Bürgerschaftsprogramm 2014-2010 (Oktober 2011)

Stellungnahme der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. zum Bürgerschaftsprogramm (Juli 2011)

Zusammenfassung der Zwischenevaluierung des Programms EfBB (März 2011)

Online-Konsultation der Europäischen Kommission zur Zukunft des Programms nach 2013 (Okt. 2010 - Jan. 2011)


EP-Abgeordnete kritisieren Kürzungsvorschlag der Europäischen Kommission

Die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung im Europäischen Parlament, Doris Pack hebt in einer Pressemitteilung die besonderen Potenziale des Programms "Europa für Bürgerinnen und Bürger" gerade in Zeiten der Krise in Europa, die auch eine Vertrauenskrise ist, hervor. Vor diesem Hintergrund kritisiert sie die möglichen Kürzungen des Programm-Budgets für 2014 bis 2020. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, das Budget des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger« von 229 auf 164 Mio. Euro zu verringern. Als Grund werden die Kürzungen beim EU-Haushalt für die Jahre 2014-2020 angeführt, die von den Staats- und Regierungschefs bei ihrem Treffen im März 2013 verlangt wurden.

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Der CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler kritisiert die vorgeschlagenen Kürzungsmaßnahmen als »Angriff auf das so wichtige bürgerschaftliche Engagement und die grenzübergreifende Begegnung von Menschen, die für viele Europa erst erlebbar machen«.

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CDU-Europaabgeordnete Dr. Horst Schnellhardt sieht in den möglichen Kürzungen ein »grundlegend falsches Signal für die Zukunft«.

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Artikel der KS EfBB zum Stand der Verhandlungen

Der Rat, das Europäische Parlament und die Kommission arbeiteten daran, einen Kompromiss zum zukünftigen Bürgerschaftsprogramm zu finden. Christine Wingert, Leiterin der KS EfBB, hat in einem Artikel, der in der Fach- und Verbandszeitschrift Kulturpolitische Mitteilungen veröffentlicht wurde, den Stand der Verhandlungen zusammengefasst und die Änderungsvorschläge der KS EfBB für das neue EU-Programm erläutert.

Artikel »Verhandlungen zum künftigen EU-Bürgerschaftsprogramm«, veröffentlicht in den in den Kulturpolitischen Mitteilungen 140/I 2013, S. 17.


Bericht des Europäischen Parlaments zum Programmvorschlag der Europäischen Kommission

Am 11.12.2012 nahm der Ausschuss für Bildung und Kultur des Europäischen Parlaments den Bericht zum Programmvorschlag der Europäischen Kommission an. Darin kritisiert der zuständige Berichterstatter Hannu Takkula (ALDE, FI) die Wahl der Rechtsgrundlage, da diese kein Mitbestimmungsrecht des Europäischen Parlaments für die Ausgestaltung des zukünftigen Bürgerschaftsprogramms vorsieht. Auch wenn noch unklar ist, inwiefern Vorschläge seitens des EP bei den weiteren Beratungen vom Ministerrat und der Europäischen Kommission berücksichtigt werden, schlägt Takkula eine Reihe von Änderungen vor, u.a. solle der europäischen Erinnerungsarbeit mehr Bedeutung für eine demokratische und friedliche Zukunft Europas zukommen, kleinere Bottom-up-Initiativen und ihr Potenzial sollen Berücksichtigung finden, auch wenn ihre unmittelbare Wirkung nicht vorhersehbar ist, und institutionelle Kommunikationsaufgaben der EU sollen nicht aus dem Programm finanziert werden.

Bericht des EP-Kulturausschusses vom 11.12.2012


Vorschlag zum künftigen Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger«

Die Europäische Kommission hat am 14.12.2011 den Vorschlag für das neue Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« für die Laufzeit von 2014 bis 2020 verabschiedet. Das neue Programm soll dazu beitragen, das Bewusstsein der Bürger/innen für die Geschichte und Ziele der EU und für eine europäische Identität zu stärken, die demokratische und bürgerschaftliche Partizipation der Bürger/innen auf EU-Ebene zu erhöhen, das Verständnis für policy-making-Prozesse auf EU-Ebene zu vergrößern sowie das soziale und freiwillige Engagement zu fördern. Das Budget des neues Programms beträgt 229 Mio. Euro.

Vorschlag der Europäischen Kommission zum neuen Bürgerschaftsprogramm (2014-2020)


Vorschläge der KS EfBB für ein künftiges Bürgerschaftsprogramm 2014-2020

Die KS EfBB hat Vorschläge für ein neues Bürgerschaftsprogramm ab 2014ff. erarbeitet. Diese Vorschläge basieren auf den Erkenntnissen aus den täglichen Erfahrungen der KS EfBB, einer Befragung aller Newsletter-Abonnenten der KS EfBB sowie aus vertieften Einzelgesprächen mit (potenziellen) Antragstellern und Multiplikatoren. Auch die Ergebnisse einer Expertentagung, die die KS EfBB in Kooperation mit der Regionalen Vertretung der Europäischen Kommission, Bonn, dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement sowie dem Rat der Gemeinden und Regionen Europas – Deutsche Sektion – im November 2010 in Bonn zur Zukunft des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ durchgeführt hat, sind eingeflossen.

Vorschläge der KS EfBB für ein künftiges Bürgerschaftsprogramm


Stellungnahme der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. zum Bürgerschaftsprogramm

Die Kulturpolitische Gesellschaft (KuPoGe) hat am 20. Juli 2011 eine Stellungnahme zur Zukunft des EU-Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger« an die deutschen Abgeordneten des Europäischen Parlaments gesandt, die Mitglieder in den Ausschüssen für Kultur, Bildung, Bürgerschaft und Haushalt (CULT, BUDG und SURE) sind. Als Reaktion auf einen gekürzten Budgetvorschlag der Europäischen Kommission für die Jahre 2014–2020 setzt sie sich damit nicht nur für eine angemessene Mittelausstattung für das Bürgerschaftsprogramm ein, das sie gerade vor dem Hintergrund der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Europa für sinnvoll erachtet. Auch die Reduktion der Projektförderung, die in diesem Jahr erstmals sichtbar wurde, wertet die KuPoGe als eine Neuausrichtung des Programms, die von der Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger in ihrem Engagement für europäische Fragestellungen wegführt.

Stellungnahme der Kulturpolitischen Gesellschafts e.V.


Zusammenfassung der Zwischenevaluierung des Programms EfBB

Die Europäische Kommission hat im März 2011 einen Bericht mit den Ergebnissen der Zwischenevaluierung des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger« veröffentlicht, die die Firma ECORYS 2010 durchgeführt hat. Die Zwischenevaluation basiert auf Daten aus den Jahren 2007 bis 2009.

Der Zweck der Evaluierung war es, einen Überblick über die in den ersten drei Jahren erzielten Ergebnisse des Programms zu erstellen, die Qualität und Quantität in der Umsetzung der einzelnen Aktionen und Maßnahmen zu beurteilen und Handlungsempfehlungen für die verbleibende Programmlaufzeit herauszuarbeiten.

Die Ergebnisse der Zwischenevaluierung sind in die Überlegungen zur Zukunft des Programms nach 2013 eingeflossen, ebenso wie die Ergebnisse der im Jahr 2010 durchgeführten Online-Befragung und die Resultate des strukturierten Dialogs, in dessen Rahmen die Europäische Kommission bereits zwei Consultation Meetings mit Vertreter/innen von NGOs und Begünstigten durchgeführt hat.

Die Evaluierung umfasste u.a.

  • eine Telefonumfrage unter den Begünstigten
  • eine Telefonumfrage bezüglich ungeeigneter und fehlgeschlagener Projekte
  • eine Onlinebefragung von Interessenvertreter/innen aus der Zivilgesellschaft, Koordinatoren von Städtepartnerschaften, Forschungseinrichtungen und europäischen Kontaktstellen für das Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger«
  • Fallstudien in Form von Interviews mit 13 Organisationen aus verschiedenen europäischen Ländern, die 15 geförderte Projekte aus den unterschiedlichen Aktionssträngen repräsentierten, um zusätzliche qualitative Informationen zu erhalten

Zwischen 2007 und 2009 haben ca. 2,8 Millionen Menschen, darunter auch eine große Zahl an neuen Projektträgern, an den bezuschussten Aktivitäten teilgenommen. Dies führt die Autoren zu der Annahme, dass es einen erheblichen Gesamtbedarf für ein EU-Förderprogramm gibt, das Aktivitäten und Initiativen unterstützt, die es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, »sich aktiv am europäischen Einigungsprozess zu beteiligen und somit eine aktive europäische Bürgerschaft zu entwickeln«. Aus der Zahl der eingereichten und bewilligten Anträge geht hervor, dass das Budget unter dem Niveau des tatsächlichen Bedarfs liegt. Im Vergleich zum Budget werden die Ziele des Programms als sehr ehrgeizig betrachtet.

Die Ergebnisse zeigen desweiteren, dass sich die Teilnehmer/innen mit einigen der festgelegten Ziele des Programms besser identifizieren können als mit anderen. Während die Förderung des gegenseitigen Verständnisses oder die Förderung des Austauschs zwischen den Bürger/innen auf die Zustimmung von Interessenvertretern und Begünstigten trifft, legen sie dagegen weniger Wert auf die Förderung eines europäischen Identitätsgefühls und das Verstehen und die Wertschätzung der Europäischen Union.
Die Rückmeldungen einer Vielzahl von Befragten führt zu dem Schluss, dass die Rolle der ständigen (prioritären Themen), aber auch der jährlichen Schwerpunktthemen des Programms möglicherweise nicht ganz verständlich ist. Eine Verknüpfung der Prioritäten mit den sozialen Themen auf der politischen Agenda der Europäischen Union bzw. eine bessere Anpassung an die Themen, die für die Bürger/innen von direktem oder aktuellem Interesse sind, könnte zu einem besseren Verständnis beitragen.

Eine weitere mögliche Rolle des Programms sehen die Autoren darin, die Bürger/innen in die Formulierung neuer Richtlinien und Strategien, wie Europa 2020 einzubeziehen. Es gibt allerdings nur wenig Hinweise darauf, dass es eine direkte Verbindung zwischen dem Programm und den politischen Initiativen und Prioritäten auf europäischer und nationaler Ebene gibt.

Deutlich wird, dass Interessenvertreter und Begünstigte sich mehr qualitatives Feedback wünschen und die Möglichkeit der Bearbeitung von Anträgen in mehr als den drei Arbeitssprachen der EU begrüßen.

Viele Befragte betonen, dass es für kleine Organisationen und Kommunen ungleich schwieriger ist, eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und das von ihnen weniger erwartet werden sollte. Denn im Vergleich zu größeren Begünstigten, insbesondere zu Politikforschungszentren und größeren zivilgesellschaftlichen Organisationen verfügen sie nicht über spezialisierte Presseabteilungen oder Fähigkeiten und Kapazitäten im Medienbereich.

Zwischenevaluierung von ECORYS in Englisch

Zusammenfassung der Zwischenevaluierung von ECORYS in Deutsch

Den Bericht der Europäischen Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen über die Zwischenevaluierung in Deutsch


Online-Konsultation zur Zukunft des Programms nach 2013

Vom 25.10.2010 bis zum 05.01.2011 führte die Europäische Kommission eine Online-Befragung zur Zukunft des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger« nach 2013 durch. Bürgerinnen und Bürger, Organisationen der Zivilgesellschaft, lokale und regionale Behörden und Verwaltungen, Forschungsinstitute, europäische und internationale Institutionen waren aufgerufen, sich an der Umfrage zu beteiligen und ihre Meinung zur zukünftigen Ausgestaltung hinsichtlich der allgemeinen Ziele, Verbreitungsmechanismen, Themen und finanziellen Aspekte des Förderprogramms ab 2014 abzugeben.

An der Konsultation beteiligten sich 412 Akteure:

  • Einzelne Bürger (39%)
  • lokale und regionale Behörden und Verwaltungen (20%)
  • Organisationen der Zivilgesellschaft (17%)
  • Träger des Dritten Sektors oder Stiftungen (8%)

Insgesamt 68 Rückmeldungen kamen aus Großbritannien, gefolgt von Frankreich mit 53 und Deutschland mit 51 Antworten. Darauf folgten Rumänien, Belgien und Italien.

Die Mehrheit der Antwortenden nennt als wichtigstes Ziel des zukünftigen Programms die Förderung von Toleranz. Darauf folgen die Teilnahme an politischen Entscheidungsprozessen der EU und die Kultur einer Bürgerbeteiligung. Die Ziele »Zugehörigkeitsgefühl« und »Europäische Identität« werden an vierter und fünfter Stelle genannt.

Als geeignete Methoden, diese Ziele zu erreichen, werden von den Beteiligten an erster Stelle die Förderung neuer Kooperationsmodelle, der Aufbau von Strukturen und Mobilitätsprogramme genannt. Die Förderung von freiwilligem Engagement, strukturiertem Dialog und Diskussionen zum Thema »Bürgerschaft« werden von einer großen Anzahl der Befragten als geeignet bewertet.

Besonders thematische Kooperationsprojekte, transnationale bzw. multilaterale Vorhaben und zivilgesellschaftliche Organisationen und Forschungseinrichtungen sollten in den Augen der Beteiligten finanziell unterstützt werden. Bürgerbegegnungen und die Bildung von thematischen Netzwerken im Rahmen von Städtepartnerschaften folgen auf Platz vier und fünf.

Als wichtigste Zielgruppen des neuen Programms werden zivilgesellschaftliche Organisationen genannt (ca. 50%), gefolgt von »schwer zu erreichenden Gruppen« (ca. 38%), »neuen Führungsgenerationen« (ca. 37%), »Menschen mit begrenztem Wissen« (ca. 36%) und lokalen Behörden (ca. 35%).

Wichtigste Themen sind den Beteiligten zufolge die europäischen Werte, Bürgerbeteiligung, Jugendbildung und sozialer Zusammenhalt.

Die Ergebnisse der Konsultation fließen in den Beschlussvorschlag zum neuen Programm ab 2014, den die Europäische Kommission voraussichtlich im November 2011 dem Europäischen Parlament und dem Rat vorlegt.

Die KS EfBB hat sich ebenfalls an der Konsultation beteiligt. Desweiteren hat sie im November 2010 einen Workshop mit 25 Experten und geförderten Organisationen durchgeführt.

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